Gute Nachrichten erreichen Reisende, insbesondere jene, die Flüge mit spanischen Fluggesellschaften wie Vueling oder Iberia gebucht haben. Im Gegensatz zu einigen Fluggesellschaften in den Niederlanden, wie KLM und Transavia, die aufgrund gestiegener Treibstoffkosten zusätzliche Gebühren erheben, versichern spanische Fluggesellschaften, dass es keine Flugstreichungen oder unerwarteten Mehrkosten für bereits gekaufte Tickets geben wird.
Spanische Medien berichten, dass das Land über ausreichende Treibstoffreserven für mindestens 90 Tage verfügt. Zudem hat der spanische Konzern Repsol seine Kerosinproduktion seit Mai um 25 Prozent gesteigert. Diese Entwicklungen senden beruhigende Signale an Reisende und die Luftfahrtindustrie.
Die spanische Regierung und die großen Fluggesellschaften betonen, dass Spanien die Situation gut im Griff hat, während andere europäische Fluggesellschaften aufgrund steigender Treibstoffpreise Flüge streichen müssen. Joan Groizard, Staatssekretär für Energie, erklärte auf einer Pressekonferenz am 11. Mai 2026, dass das Land genügend Kerosin für den Sommer habe, selbst wenn die Grenzen geschlossen würden. Iberia und Vueling schlossen sich dieser Aussage an und versprachen, ihre Flüge wie geplant durchzuführen.
Die Anspannung auf dem Treibstoffmarkt ist eine Folge des Konflikts im Nahen Osten und der Sperrung der Straße von Hormus. Lufthansa hat bereits Zehntausende Flüge gestrichen, und Air France-KLM hat zahlreiche Flüge ab Amsterdam annulliert. Für Reisende, die diesen Sommer nach Spanien fliegen, ist die Botschaft klar: Wer bei einer spanischen Fluggesellschaft gebucht hat, kann beruhigt sein.
Spanien ist in einer besseren Position als viele seiner europäischen Nachbarn, da das Land jahrelang in seine Raffinerien investiert hat und somit weniger abhängig von Lieferungen über die Straße von Hormus ist. Der Ölkonzern Repsol spielt dabei eine entscheidende Rolle, indem er die Kerosinproduktion seit Mai um ein Viertel steigern konnte.
Iberia und Vueling haben Reisenden versichert, dass keine zusätzlichen Kosten für bereits gekaufte Tickets anfallen werden. Iberia gab bekannt, dass sie „strenge Kosteneinsparungsmaßnahmen“ ergreifen, um die höheren Treibstoffpreise auszugleichen. Vueling betonte, dass der Preis zum Zeitpunkt der Buchung der endgültige Preis sei, unabhängig von zukünftigen Treibstoffkostenentwicklungen.
Darüber hinaus erwägt Brüssel, die Vorschriften zum Betanken vorübergehend zu lockern, was Spanien die Möglichkeit bietet, als Treibstoff-Drehkreuz für andere europäische Flughäfen zu fungieren. Flüge zwischen Madrid und italienischen Flughäfen könnten beispielsweise vollgetankt von Madrid-Barajas abfliegen, um das Auftanken in Mailand oder Venedig zu vermeiden. Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo hat diese Idee gegenüber seinen europäischen Kollegen verteidigt, betont jedoch, dass die Sicherstellung des eigenen Verbrauchs Vorrang hat.
Quelle: Agenturen




